Weine zu Wild aus Wald und Weide
Wild ist aufgrund der saisonalen Jagdpausen nicht permanent verfügbar, was den Reiz dieser Fleischart ausmacht und einem Wildgericht immer auch etwas Festliches gibt. Unter dem Begriff „Wild“ werden alle Tiere zusammengefasst, die in unseren Wäldern und Weiden wild leben und gejagt werden dürfen. Dabei unterscheidet man zwischen Haarwild und Federwild. Beim Haarwild gibt es das Schalenwild (mit Geweih, z.B. Reh und Gams) und das Ballenwild wie Hase oder Kaninchen. Zu den bekanntesten Vertretern des Federwilds gehören Wildenten, Wildtauben, Fasane, Rebhühner und Wachteln. Wild ist tatsächlich ein reines Naturprodukt, denn es verbringt sein ganzes Leben in freier Wildbahn. Und das schmeckt man.
Wild lässt sich auf vielerlei Weise zubereiten. Man kann es kochen, schmoren, dünsten, braten oder grillen. Entscheidend für die Qualität ist, das es im Vorfeld lange genug „abgehängt“ wurde und eine entsprechende Wildbretreifung erlangt hat. Nur dann schmeckt das Fleisch feinfaserig, zart und wunderbar aromatisch. Der passende Wein sollte ebenfalls delikat, kraftvoll und komplex sein, um ein ebenmäßiges Pendant zu sein. Hier empfehlen sich auch eher gereiftere als junge Weine. Ein moderater Ausbau im Holzbau ist durchaus wünschenswert, weil er dem Wein Körper und Komplexität gibt. Rebsorten mit einer zarten Würzigkeit und einem feingliedrigen Tanningerüst unterstreichen zudem die Aromatik des Gerichts.
Reh & Pinot Noir (Spätburgunder)
Zartes Rehfleisch zählt zu den edelsten Wildarten in der europäischen Küche. Besonders in Regionen wie der Pfalz oder dem Burgund wird es klassisch mit Pinot Noir (Spätburgunder) kombiniert. Der elegante Rotwein aus Deutschland überzeugt durch feine rote Frucht, dezente Würze und seidige Tannine. Er unterstreicht die feine Struktur des Rehs, ohne dessen Eleganz zu überdecken.
Hirsch & Cabernet Sauvignon
Kräftiger Hirschbraten mit intensiver Sauce verlangt nach einem ebenso kraftvollen Wein. Cabernet Sauvignon bietet dunkle Fruchtaromen, würzige Noten und eine klare Tanninstruktur. Besonders in Kombination mit regionalen Beilagen wie Preiselbeeren oder Pilzen entsteht ein harmonisches Zusammenspiel aus Kraft und Eleganz – ideal für Wildgerichte aus mitteleuropäischen Wäldern.
Wildschwein & Syrah
Wildschwein ist besonders aromatisch und kräftig, häufig zubereitet als Ragout oder Braten mit Kräutern und Rotweinsauce. Syrah (oder Shiraz) passt hier hervorragend, da er würzige Pfeffernoten, dunkle Beerenfrucht und eine angenehme Struktur mitbringt. Diese Kombination ist besonders beliebt in der rustikalen Herbstküche in Deutschland, Italien und Südfrankreich.
Wildente & Merlot
Feines Federwild wie Wildente wird häufig mit fruchtigen Saucen oder leicht süßlichen Komponenten kombiniert. Merlot ist hier ein idealer Begleiter, da er weich, rund und fruchtbetont ist. Seine milde Tanninstruktur unterstützt die zarte Textur der Ente und harmoniert besonders gut mit Gerichten aus der modernen europäischen Küche.
Fasan & Tempranillo
Fasan gilt als klassisches Wildgericht der gehobenen Küche, oft kombiniert mit Pilzen, Kräutern oder cremigen Saucen. Tempranillo aus Spanien bringt eine ausgewogene Balance aus Frucht, Würze und leichter Holznote mit. Besonders in Kombination mit mediterranen Einflüssen entsteht ein spannendes Zusammenspiel aus Regionalität und internationaler Weintradition.
Inhalt: 0.75 Liter (24,53 €* / 1 Liter)
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